Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen im Kin­des- und Jugendalter

Als Kin­der- und Jugend­ärz­tin freue ich mich, mei­ne klei­nen Pati­en­ten und Pati­en­tin­nen in ihrer Ent­wick­lung beglei­ten zu dür­fen. Gera­de in den ers­ten Lebens­jah­ren machen sie gewal­ti­ge Ent­wick­lungs­schrit­te; daher gibt es eine Fül­le von Vorsorgeuntersuchungen.

Gleich nach der Geburt füh­ren – in der Regel – die Geburts­hel­fer die U1 durch. Lebens­be­droh­li­che und behand­lungs­be­dürf­ti­ge Erkran­kun­gen müs­sen sofort erkannt wer­den. Der APGAR-Score wird erho­ben; hier wer­den Aus­se­hen, Herz­fre­quenz, Mus­kel­to­nus, Atmung und die Refle­xe beurteilt.

Dr. Esther Renoirte

Dr. Esther Renoir­te in ihrer pri­vat­ärzt­li­chen Gemein­schafts­pra­xis für Kin­der- und Jugend­me­di­zin „Kin­der­ärz­tin­nen im Westend“

Die U2 fin­det meist noch vor der Ent­las­sung des Kin­des und der Mut­ter aus der Geburts­kli­nik statt. Das Neu­ge­bo­re­ne wird noch­mals voll­stän­dig und gründ­lich unter­sucht. Vita­le Funk­tio­nen wer­den beur­teilt und der Rei­fe­grad bestimmt. Im Gespräch mit den Eltern wer­den Gesund­heits­ri­si­ken aus­führ­lich besprochen.

In der Pra­xis ler­ne ich das Neu­ge­bo­re­ne und seine
Eltern in der Regel erst zur U3 mit 4/5 Wochen ken­nen und ver­su­che dann, eine ver­trau­ens­vol­le Bezie­hung mit der Fami­lie auf­zu­bau­en. Im
Gespräch erfah­re ich wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen über Schwan­ger­schaft, Geburt, Wochen­bett sowie Ernäh­rung, Schrei- und Schlaf­ver­hal­ten des Babys und ermu­ti­ge die Eltern, selbst Fra­gen zu stellen.

Ich gewin­ne einen Ein­druck von der Befind­lich­keit von Kind und Eltern und erfas­se den Gesund­heits­zu­stand des Kin­des. Ein wich­ti­ger Bestand­teil aller Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen ist die Bera­tung bezüg­lich Ernäh­rung, Imp­fun­gen, Unfall­ver­hü­tung und Prä­ven­ti­on von Krankheiten.

In den wei­te­ren Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen im Säug­lings- und Klein­kind­al­ter (U4-U8) über­prü­fe ich die alters­ent­spre­chen­de Ent­wick­lung des Kin­des. Ich unter­su­che die Orga­ne, Sin­nes­or­ga­ne (ins­be­son­de­re Sehen und Hören) und die Haut. Des Wei­te­ren kon­trol­lie­re ich Wachs­tum, Moto­rik und das Ner­ven­sys­tem. Eben­falls tes­te ich die Ent­wick­lung der Spra­che, der Fein­mo­to­rik und der Kör­per­be­herr­schung des Kin­des. Ich ver­schaf­fe mir einen Über­blick über die sozia­le und emo­tio­na­le Kom­pe­tenz des Kin­des und die Inter­ak­ti­on mit den Eltern. Bei Auf­fäl­lig­kei­ten sor­ge ich für die wei­ter­ge­hen­de, geziel­te Dia­gnos­tik und Therapie.

Kinder UntersuchungDie U9, die mit 5 Jah­ren statt­fin­det, hat als Schwer­punkt die Über­prü­fung der indi­vi­du­el­len Ent­wick­lung und der Sozia­li­sa­ti­on des Kin­des. Wie ist die Auto­no­mie­ent­wick­lung des Kin­des? Kann es außer­halb der Fami­lie Bezie­hun­gen auf­bau­en, sich in Grup­pen ein­ord­nen und mit Gleich­alt­ri­gen spie­len? Die­se Fähig­kei­ten haben im Hin­blick auf die Ein­schu­lung gro­ße Bedeutung.

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Bestand­teil der U9 – neben der kör­per­li­chen Unter­su­chung – ist die Erfas­sung der fein- und grob­mo­to­ri­schen Fähig­kei­ten, der Ent­wick­lung von Spra­che und Kom­mu­ni­ka­ti­on, der intel­lek­tu­el­len Fähig­kei­ten sowie der Wahr­neh­mungs­funk­tio­nen (Sehen und Hören).

Bera­tung, ins­be­son­de­re zur Ernäh­rung, zum Medi­en­kon­sum, zu den Imp­fun­gen, der Unfall­ver­hü­tung und Schul­be­reit­schaft ergän­zen die Vorsorgeuntersuchung.

Die U10 und die U11 sind zusätz­li­che Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen mit 7/8 und 9/10 Jah­ren. Neben dem all­ge­mei­nen Gesund­heits­zu­stand und der Ent­wick­lung des Kin­des sind die­se Ter­mi­ne wich­tig, um die Ver­trau­ens­be­zie­hung zwi­schen Kin­der­arzt und Kin­dern zu erhal­ten. Ich möch­te erfah­ren, ob es Pro­ble­me in der Schu­le, mit Freun­den oder der Fami­lie gibt. Die Kin­der erle­ben mich als Kin­der­ärz­tin im bes­ten Fall als Ver­trau­ens­per­son, an die sie sich bei Pro­ble­men und in Not­si­tua­tio­nen wen­den kön­nen. Ich unter­hal­te mich mit den Kin­dern über einen gesun­den Lebens­stil und moti­vie­re sie zu Sport und gesun­der Ernährung.

In den Jugend­vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen J1 und J2 mit 12/13 und 16/17 Jah­ren über­prü­fe ich den all­ge­mei­nen Gesund­heits­zu­stand und die Puber­täts­ent­wick­lung. Wich­ti­ge The­men sind Puber­täts- und Sexua­li­täts­stö­run­gen sowie psy­cho­so­zia­le Pro­ble­me. Im ver­trau­ens­vol­len Gespräch – auch ohne Eltern – bespre­chen wir Schul­leis­tungs­pro­ble­me, Berufs­wahl, Pro­ble­me mit Fami­lie und Freun­den sowie gesund­heits­schäd­li­ches Ver­hal­ten wie Rau­chen, Dro­gen- oder Alkoholkonsum.

Mit dem 18. Geburts­tag ver­ab­schie­de ich mei­ne Pati­en­ten in die Erwach­se­nen­me­di­zin und hof­fe, ihnen eine gute kin­der­ärzt­li­che Beglei­te­rin gewe­sen zu sein.

Wei­te­re Infos auf: www.kinderaerztinnen-im-westend.de

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