J ThielenZur Per­son:

Juli­an Thie­len ist Ver­pa­ckungs­in­ge­nieur und arbei­tet beim Umwelt- und Recy­cling­dienst­leis­ter Inter­se­roh in der Ver­pa­ckungs­op­ti­mie­rung. Nach dem Stu­di­um der Ver­pa­ckungs­tech­nik in Mün­chen und Ber­lin arbei­te­te er meh­re­re Jah­re in der Ver­pa­ckungs­in­dus­trie. Bei Inter­se­roh hilft Juli­an Thie­len sei­nen Kun­den dabei die Recy­cling­fä­hig­keit von Ver­pa­ckun­gen zu opti­mie­ren, um den ein­ge­setz­ten Roh­stoff im Kreis­lauf zu hal­ten.

Quetschie recycelbar
Fra­gen an Hr Thie­len:

Herr Thie­len, bit­te beschrei­ben Sie kurz was Inter­se­roh ist und wel­ches Ziel Sie als Unter­neh­men ver­fol­gen.

Die INTERSEROH Dienst­leis­tungs GmbH bie­tet ver­schie­dens­te Ser­vices rund um Recy­cling und den Erhalt von Res­sour­cen an. Am bekann­tes­ten ist wohl unser dua­les Sys­tem mit dem wir Ver­pa­ckun­gen wie den Quetsch­beu­tel über den Gel­ben Sack/die Gel­be Ton­ne sam­meln und dann der Sor­tie­rung und Ver­wer­tung zufüh­ren. Dar­über hin­aus haben wir auch vie­le klei­ne­re Ange­bo­te, so auch im Bereich der Abfall­ver­mei­dung und Wie­der­ver­wen­dung. Durch die­se ver­su­chen wir, die begrenz­ten Roh­stof­fe unse­rer Erde mög­lichst zu scho­nen und im Kreis­lauf zu hal­ten.

Sie haben unse­re neu­en, recy­cel­ba­ren Quet­schies mit dem „Made For Recy­cling“ – Sie­gel aus­ge­zeich­net. Was steckt hin­ter die­sem Sie­gel und wie kann eine Ver­pa­ckung das Sie­gel bekom­men?

Wir haben den Quetsch­beu­tel in unse­rem eige­nen Labor bezüg­lich Sor­tier­bar­keit und Recy­cel­bar­keit nach Kri­te­ri­en des bifa Umwelt­in­sti­tuts und des Fraun­ho­fer IVV unter­sucht. Dadurch haben wir ein unab­hän­gi­ges hoch­wis­sen­schaft­li­ches Ver­fah­ren zur Bewer­tung von Ver­pa­ckun­gen aus allen Mate­ria­li­en. Kunst­stof­fe stel­len auf­grund des häu­fi­gen Mate­ri­al­mi­xes – beson­ders bei Quetsch­beu­teln – oft eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung für Her­stel­ler und Recy­cler dar. Wenn eine Ver­pa­ckung mehr als 18 von 20 Punk­ten in der Bewer­tung erreicht, erhält sie von uns das Sie­gel „Made for Recy­cling“, denn dann wur­de bei der Ver­pa­ckungs­ent­wick­lung neben dem Pro­dukt­schutz auch an das Recy­cling gedacht – und das sieht dann auch der End­ver­brau­cher direkt beim Ein­kauf.

War­um haben unse­re neu­en Quetsch­beu­tel das Sie­gel erhal­ten?

Recycling Kreislauf

Im Gegen­satz zu ande­ren Quetsch­beu­teln besteht der Beu­tel nur aus einem Mate­ri­al: Poly­pro­py­len (PP). Ande­re Beu­tel haben teil­wei­se zwei bis drei Kunst­stof­fe und eine Alu­mi­ni­um­schicht zum Schutz des sen­si­blen Pro­dukts. In einem sol­chen Fall ist ein sinn­vol­les Recy­cling kaum mög­lich. Bei die­sem Beu­tel ist aber bei glei­chem Pro­dukt­schutz nur noch ein Mate­ri­al im Ein­satz, so dass die Ver­pa­ckung auch unein­ge­schränkt sor­tiert und recy­celt wer­den kann.

Herr Thie­len, wie kön­nen wir zu Hau­se hel­fen, dass mehr Ver­pa­ckun­gen recy­celt wer­den?

Zu Hau­se vor­sor­tie­ren ist wich­tig, denn sonst funk­tio­niert der auto­ma­ti­sche Sor­tier­pro­zess im Anschluss nicht. Grund: Jede Form der Ver­schmut­zung (z.B. durch Essens­res­te) führt dazu, dass die Aggre­ga­te in der Sor­tier­an­la­ge die ein­zel­nen Stof­fe nicht mehr so leicht erken­nen kön­nen. Dadurch wird deren Recy­cling­fä­hig­keit ver­schlech­tert. Wich­tig ist dar­über hin­aus, dass Ver­pa­ckun­gen, die im Gel­ben Sack oder der Gel­ben Ton­ne ent­sorgt wer­den, rest­ent­leert sind, ein Aus­spü­len ist nicht erfor­der­lich. Zudem bestehen man­che Ver­pa­ckun­gen aus ver­schie­de­nen Kom­po­nen­ten, die, soweit mög­lich, von­ein­an­der getrennt wer­den soll­ten, damit sie voll­stän­dig recy­celt wer­den kön­nen. Wei­te­re wich­ti­ge Tipps rund um Abfall und Recy­cling fin­den Inter­es­sier­te auch unter www.mülltrennung-wirkt.de.
Mit rich­ti­ger Abfall­tren­nung kann jeder einen Bei­trag für die Umwelt leis­ten, dafür sor­gen, dass wert­vol­le Res­sour­cen wie­der in den Wert­stoff­kreis­lauf gelan­gen, und das Kli­ma schüt­zen.

Ok. Und wie kön­nen wir unse­ren neu­en Quetsch­beu­tel rich­tig ent­sor­gen?

Die Ent­sor­gung ist kin­der­leicht: Die neu­en Quetsch­beu­tel kom­men ein­fach in den Gel­ben Sack / die Gel­be Ton­ne. In man­chen Regio­nen gibt es auch die Wert­stoff­ton­ne, dann bit­te in die Wert­stoff­ton­ne.

Schluss­wort:

Vie­len Dank Herr Thie­len, dass Sie Teil unse­rer QUETSCHIE REVOLUTION sind.

Vie­len Dank, dass Sie mit Ihrer opti­mier­ten Ver­pa­ckung dazu bei­tra­gen, die ver­wen­de­ten Roh­stof­fe zu erhal­ten und somit die Recy­cling­quo­te zu erhö­hen.

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